Gin ist eine ausgesprochen vielseitige Spirituose, deren Geschmack von klassisch-wacholderbetont bis floral, würzig, fruchtig oder zitrisch reichen kann. Anders als oft angenommen, schmeckt keineswegs jeder Gin gleich. Ob Sie frische Zitrusnoten, florale Aromen oder kräftige Gewürze bevorzugen – für nahezu jeden Geschmack gibt es einen passenden Stil. Noch persönlicher wird das Erlebnis, wenn Sie Ihre eigenen aromatischen Kombinationen und Cocktails kreieren. Doch welcher Gin passt am besten zu Ihnen? In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen die wichtigsten Gin-Stile und Geschmacksprofile, damit Ihnen die Auswahl leichter fällt.
Wie wird Gin hergestellt?
Bevor wir die verschiedenen Gin-Arten betrachten, lohnt sich ein kurzer Blick auf seine Grundlage. Gin entwickelte sich historisch aus dem niederländischen Genever und zeichnet sich vor allem durch sein charakteristisches Wacholderaroma aus. Für Gin wird eine alkoholische Basis mit Wacholderbeeren und häufig weiteren Botanicals wie Koriander, Zitrusschalen, Kräutern oder Gewürzen aromatisiert. Je nach Herstellungsverfahren und Auswahl der Botanicals können dabei sehr unterschiedliche Geschmacksprofile entstehen. Genau diese Vielfalt spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahl des passenden Gins.
Die verschiedenen Gin-Arten
Gin ist nicht gleich Gin. Es gibt verschiedene Stile, die sich durch Herstellung, Süße, Alkoholgehalt und Aromatik unterscheiden. Zu den bekanntesten gehören:
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London Dry Gin: meist trocken und deutlich wacholderbetont, häufig mit Zitrus- und Gewürznoten. Bei dieser gesetzlich definierten Kategorie gelten strenge Vorgaben für die Herstellung und nachträgliche Zusätze. Besonders beliebt für klassische Cocktails.
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Plymouth Gin: eine geschützte geografische Bezeichnung für Gin aus Plymouth. Geschmacklich wird er häufig als etwas weicher, erdiger und würziger beschrieben.
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Old Tom Gin: traditionell etwas süßer und runder als London Dry Gin. Dieser Stil war besonders im 18. und 19. Jahrhundert beliebt und eignet sich hervorragend für Klassiker wie den Tom Collins.
Daneben gibt es weitere Gin-Stile und verwandte Spirituosen, die besondere Geschmackserlebnisse ermöglichen:
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Genever: der historische Vorläufer des modernen Gins, meist malziger und kräftiger im Geschmack. Manche Varianten werden zusätzlich im Fass gereift.
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Navy Strength Gin: besonders kräftiger Gin mit typischerweise rund 57 % Vol. Alkohol und einem entsprechend intensiven Aromaprofil.
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New Western Gin: bei diesem modernen Stil steht Wacholder weniger stark im Vordergrund, während andere Botanicals wie Blüten, Kräuter oder Zitrusfrüchte stärker betont werden.
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Sloe Gin: streng genommen ein Likör auf Gin-Basis, der mit Schlehen und Zucker hergestellt wird. Das Ergebnis ist fruchtig, süß und intensiv.
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Flavoured Gin: Gin, bei dem zusätzliche Früchte, Gewürze oder andere Aromen besonders in den Vordergrund treten.
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Pink Gin: eine Sammelbezeichnung für rosafarbene Gins, die je nach Produkt beispielsweise mit roten Früchten oder anderen Botanicals aromatisiert werden. Geschmack und Süße können stark variieren.
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Hausgemachter Gin-Style-Aufguss: eine neutrale Spirituose, die mit Wacholder und weiteren Botanicals aromatisiert wird. So können Sie das Geschmacksprofil ganz nach Ihren eigenen Vorstellungen gestalten.
Jeder Stil bringt andere Nuancen in Cocktails oder bei der puren Verkostung zur Geltung. Wenn Sie selbst experimentieren möchten, können Sie mit unserem Gewürz-Entdeckerset für individuellen Gin verschiedene Botanicals ausprobieren und Ihrer Spirituose eine persönliche Note verleihen.
Die wichtigsten Aromaprofile von Gin
Bei der Wahl des richtigen Gins spielt neben dem Stil vor allem das Aromaprofil eine entscheidende Rolle. Es beschreibt, welche Geschmacksnoten besonders deutlich hervortreten – sowohl pur als auch im Cocktail. Zu den häufigsten Profilen gehören:
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Klassischer oder trockener Gin: Wacholder steht deutlich im Vordergrund, häufig begleitet von harzigen, zitrischen und leicht bitteren Noten. Ideal für Klassiker wie Gin Tonic oder Dry Martini. Typisches Beispiel: London Dry Gin.
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Floraler Gin: geprägt von feinen Blütennoten wie Rose, Lavendel oder Veilchen. Eine interessante Wahl für elegante und leichte Cocktails.
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Würziger Gin: Botanicals wie Kardamom, Pfeffer, Zimt oder Koriander sorgen für Wärme und Komplexität. Ideal für charaktervolle Cocktails.
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Zitrusbetonter Gin: frische Noten von Orange, Zitrone, Limette oder Grapefruit verleihen dem Gin einen besonders lebendigen Charakter. Perfekt für erfrischende Drinks.
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Milder und leicht süßlicher Gin: runder und weicher im Geschmack, teilweise mit fruchtigen Noten. Old Tom Gin ist ein klassisches Beispiel für diesen Stil.
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Kräuterbetonter Gin: Kräuter wie Rosmarin, Basilikum oder Thymian verleihen dem Gin ein mediterranes oder besonders aromatisches Profil. Ideal für kreative Cocktails.
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Fruchtiger Gin: Beeren, Zitrusfrüchte oder exotische Früchte sorgen für ausgeprägte fruchtige Noten und eignen sich besonders gut für sommerliche Drinks.
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Holziger oder fassgereifter Gin: die Lagerung im Holzfass kann Noten von Vanille, Gewürzen, Karamell oder Holz hervorbringen. Solche Gins lassen sich pur oder in charaktervollen Cocktails genießen.
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DIY Gin-Style-Aufguss: durch die individuelle Auswahl der Botanicals lässt sich das Aroma ganz nach dem eigenen Geschmack gestalten.
Sie möchten noch mehr Facetten entdecken? Bei Louise & Gaston bieten wir auch Botanical-Fläschchen für das Gin-Set an, mit denen Sie verschiedene Aromenkombinationen ausprobieren können.
Welcher Gin passt zu Ihrem persönlichen Geschmack?
Nachdem Sie die wichtigsten Gin-Stile und Aromaprofile kennen, können Sie die Auswahl vor allem an Ihren persönlichen Vorlieben ausrichten:
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Wenn Sie frische und spritzige Aromen bevorzugen: greifen Sie zu einem zitrusbetonten Gin mit Noten von Limette, Zitrone, Orange oder Grapefruit.
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Wenn Sie runde und leicht süßliche Geschmacksnoten mögen: ein Old Tom Gin oder ein fruchtiger Gin könnte besonders gut zu Ihnen passen.
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Wenn Sie würzige und komplexe Aromen schätzen: wählen Sie einen Gin mit ausgeprägten Gewürznoten wie Kardamom, Pfeffer oder Koriander.
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Wenn Sie feine und florale Düfte bevorzugen: ein floraler Gin mit Blüten- und Kräuternoten bietet ein besonders elegantes Geschmackserlebnis.
Ihren eigenen Gin-Style-Aufguss herstellen: ein individuelles Geschmackserlebnis
Sie möchten selbst kreativ werden? Mit einer neutralen Spirituose und ausgewählten Botanicals können Sie zu Hause einen individuellen Gin-Style-Aufguss herstellen und das Aromaprofil ganz nach Ihrem Geschmack gestalten. So funktioniert es:
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Eine neutrale Spirituose wählen: eine hochwertige, möglichst geschmacksneutrale Vodka eignet sich gut als Basis für einen aromatisierten DIY-Aufguss.
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Botanicals auswählen: Wacholderbeeren bilden die charakteristische Grundlage. Anschließend können Sie nach Geschmack Zitrusschalen, Kardamom, Koriander, Lavendel, Kräuter oder andere Zutaten ergänzen, wie Sie sie beispielsweise in unserem Set für individuellen Gin-Style-Aufguss finden.
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Den Aufguss ansetzen: geben Sie die Spirituose und die ausgewählten Botanicals in ein sauberes Glasgefäß. Lassen Sie die Mischung je nach gewünschter Intensität etwa 24 bis 48 Stunden ziehen und probieren Sie zwischendurch, damit einzelne Aromen nicht zu dominant werden.
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Filtern und abfüllen: nach der gewünschten Ziehzeit filtern Sie die Mischung durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter und füllen sie anschließend in eine saubere Flasche.
Auf unserer Website finden Sie weitere Ideen und Rezepte rund um DIY-Getränke zum Selbermachen. Mit Louise & Gaston können Sie verschiedene Zutaten entdecken, eigene Kombinationen ausprobieren und Spirituosen ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack aromatisieren.










