Rhum blanc, ambré ou vieux : quelles différences et comment les utiliser ?

Rum gehört zu den vielseitigsten Spirituosen überhaupt. Weißer Rum, goldener Rum oder gereifter Rum unterscheiden sich nicht nur in ihrer Farbe, sondern auch in Herstellung, Reifung und Aromaprofil. Dadurch eignen sie sich für unterschiedliche Cocktails, Verkostungen und selbst gemachte Rum-Infusionen. Doch welche Variante sollten Sie wählen? Was unterscheidet die einzelnen Rumarten voneinander und welche eignet sich besonders gut für aromatisierten Rum? In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige.

Was ist Rum eigentlich?

Rum ist eine Spirituose, die aus Produkten des Zuckerrohrs hergestellt wird. Je nach Stil und Herkunft dient entweder frischer Zuckerrohrsaft oder Melasse als Ausgangsbasis, die zunächst fermentiert und anschließend destilliert wird. Rum ist historisch besonders eng mit der Karibik verbunden und wird heute in zahlreichen Ländern produziert. Seine große geschmackliche Vielfalt reicht von frischen, pflanzlichen Noten bis hin zu Vanille, Gewürzen, Trockenfrüchten und Holz. Zu den bekanntesten Produktionsgebieten gehört Martinique. Dort kann Rhum Agricole unter bestimmten Voraussetzungen die geschützte französische Herkunftsbezeichnung AOC Martinique tragen. Diese Herkunft und die traditionelle Herstellung haben Martinique zu einer wichtigen Referenz in der Rumwelt gemacht. Entdecken Sie dazu auch unsere Auswahl der besten Rums der Welt.

Welche Rumarten eignen sich für Cocktails und aromatisierten Rum?

Für Cocktails und selbst aromatisierten Rum stehen verschiedene Stile zur Auswahl. Zu den bekanntesten gehören weißer, goldener und gereifter Rum. Jede Variante besitzt ein eigenes Aromaprofil und beeinflusst damit den Charakter Ihrer Kreation. Hier finden Sie einen ersten Überblick, der Ihnen dabei hilft, den passenden Rum auszuwählen:

  • Weißer Rum eignet sich besonders für frische und lebendige Drinks. Er ist beispielsweise eine klassische Basis für Daiquiri, Mojito oder Ti’ Punch. Sein oftmals klareres, direktes Aromaprofil lässt Früchte, Kräuter und Gewürze besonders gut zur Geltung kommen.

  • Goldener Rum kann Vanille-, Karamell- und Holznoten mitbringen. Dadurch verleiht er Cocktails und Infusionen zusätzliche Rundheit und Tiefe. Er lässt sich beispielsweise hervorragend in einem Mai Tai verwenden.

  • Gereifter Rum zeichnet sich häufig durch ein komplexeres Aromaprofil aus. Er kann pur genossen oder gezielt in anspruchsvolleren Cocktails und Infusionen eingesetzt werden, wobei zusätzliche Zutaten sparsam gewählt werden sollten, damit der Charakter des Rums erhalten bleibt.

Was zeichnet weißen Rum aus?

Weißer Rum zeichnet sich vor allem durch seine helle Farbe und sein meist frisches, lebendiges Aromaprofil aus. Nach der Destillation kann er eine gewisse Zeit ruhen oder reifen. Einige weiße Rums werden außerdem nach einer Fasslagerung filtriert, um ihre klare Farbe wiederherzustellen. Die genaue Herstellung hängt vom jeweiligen Stil und Herkunftsland ab.

Geschmacklich kann weißer Rum frische Zuckerrohr-, Frucht-, Zitrus- oder pflanzliche Noten zeigen. Besonders Rhum Agricole aus Zuckerrohrsaft besitzt häufig einen ausdrucksstarken, grasigen Charakter. Weißer Rum wird gern für Ti’ Punch, Mojito oder Daiquiri verwendet und eignet sich auch hervorragend für Rum-Infusionen, bei denen Früchte, Kräuter und Gewürze deutlich im Vordergrund stehen sollen.

Was zeichnet goldenen Rum aus?

Goldener oder bernsteinfarbener Rum bildet geschmacklich häufig eine Brücke zwischen leichtem weißem Rum und länger gereiften Abfüllungen. Seine Farbe und sein Aromaprofil können durch eine gewisse Zeit im Fass entstehen. Die genaue Reifungsdauer und Herstellung unterscheiden sich jedoch je nach Produzent und Herkunft, sodass es keine weltweit einheitliche Regel gibt, nach der jeder goldene Rum eine bestimmte Anzahl von Monaten reifen muss.

Durch den Kontakt mit Holz können sich Noten von Vanille, Karamell, Gewürzen oder geröstetem Holz entwickeln. Dadurch wirkt goldener Rum häufig runder und aromatisch komplexer als viele weiße Varianten. Er eignet sich sowohl für Cocktails als auch für selbst gemachte Infusionen mit Früchten und Gewürzen.

Was ist das Besondere an gereiftem Rum?

Gereifter Rum verbringt längere Zeit in Holzfässern und kann dadurch ein besonders komplexes Aromaprofil entwickeln. Je nach Herkunft gelten unterschiedliche Vorschriften für Begriffe wie „vieux“, „aged“ oder vergleichbare Altersbezeichnungen. Eine pauschale weltweite Mindestlagerzeit lässt sich deshalb nicht auf alle Rumarten übertragen.

Je nach Fass, Klima und Reifungsdauer können Aromen von Trockenfrüchten, Gewürzen, Vanille, Kakao, Karamell oder Holz entstehen. Gereifter Rum wird häufig pur verkostet, kann aber auch für ausgewählte Cocktails oder aromatisierte Kreationen verwendet werden. In Kombination mit Zutaten aus unserem Gewürz-Entdeckungsset für Rum lassen sich besonders vielschichtige Kombinationen entwickeln. Bei hochwertigen, komplexen Rums empfiehlt es sich jedoch, Gewürze und Früchte zurückhaltend zu dosieren.

Wie verwendet und genießt man weißen, goldenen und gereiften Rum?

Sie fragen sich, wie Sie weißen, goldenen oder gereiften Rum verwenden können? Die Möglichkeiten sind vielfältig: pur, in klassischen Cocktails oder als Basis für eine selbst gemachte Infusion. Besonders aromatisierter Rum bietet viel Raum für Kreativität. Aromatisierten Rum selbst herzustellen bedeutet, Früchte, Kräuter oder Gewürze für eine bestimmte Zeit im Rum ziehen zu lassen. Dabei können Sie die Zutaten und die Dauer der Infusion an Ihren persönlichen Geschmack anpassen.

Vanille, Zimt, Ingwer, Mango, Ananas oder Zitrusschalen gehören zu den beliebtesten Zutaten. Wichtig ist, die Mischung regelmäßig zu probieren, denn intensive Gewürze oder Zitrusschalen können ihr Aroma deutlich schneller abgeben als andere Zutaten. So lässt sich der richtige Zeitpunkt finden, um einzelne Bestandteile wieder zu entfernen.

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