Gin ist eine vielseitige Spirituose, deren Charakter durch Wacholderbeeren, Zitrusschalen, Kräuter und Gewürze geprägt wird. Ob handwerklich hergestellte Flasche oder selbst aromatisierter Gin: Die richtige Lagerung hilft dabei, sein aromatisches Profil möglichst lange zu bewahren. Licht, Wärme, Luft und auch die Lagerung der Botanicals können den Geschmack mit der Zeit beeinflussen. Louise & Gaston erklärt Ihnen, wie Sie Ihren Gin richtig aufbewahren.
Warum ist die richtige Lagerung von Gin wichtig?
Anders als Wein entwickelt sich Gin nach der Abfüllung in der verschlossenen Flasche normalerweise nicht durch Reifung weiter. Bei ungünstiger Lagerung können sich seine feinen Aromen jedoch mit der Zeit verändern. Besonders Licht, hohe Temperaturen und nach dem Öffnen auch der zunehmende Kontakt mit Sauerstoff können empfindliche Noten wie Zitrus, Kräuter und Gewürze abschwächen.
Egal, ob Sie Gin gerne verkosten oder eigene DIY-Infusionen herstellen: Eine geeignete Aufbewahrung hilft dabei, die komplexen Aromen möglichst lange zu erhalten. Das gilt besonders für selbst aromatisierte Kreationen.
Der richtige Lagerort: kühl und lichtgeschützt
Direkte Sonneneinstrahlung sollte bei der Lagerung von Gin vermieden werden. UV-Licht und Wärme können Farbe und Aromaprofil langfristig beeinflussen. Bewahren Sie Ihre Flasche daher idealerweise in einem geschlossenen Schrank, einem dunklen Regal oder an einem anderen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung auf.
Wenn Sie Ihre Flaschen gerne sichtbar präsentieren, wählen Sie einen Platz, der vor direktem Sonnenlicht geschützt ist. Eine Vitrine bietet nur dann zusätzlichen UV-Schutz, wenn ihr Glas entsprechend ausgelegt ist. Ebenso wichtig ist eine möglichst stabile Temperatur. Ein kühler Raum ohne starke Temperaturschwankungen ist für die Lagerung in der Regel besser geeignet als ein Platz direkt neben Heizung, Herd oder Fenster.
Geöffnete Ginflasche: Sauerstoffkontakt möglichst begrenzen
Sobald eine Ginflasche geöffnet wird, befindet sich mehr Luft im Inneren. Dadurch kann sich das Aromaprofil mit der Zeit langsam verändern. Je leerer die Flasche wird und je länger sie geöffnet bleibt, desto stärker kann dieser Effekt ausfallen. Mit einigen einfachen Gewohnheiten lässt er sich begrenzen:
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Verschließen Sie die Flasche nach dem Einschenken immer wieder sorgfältig und dicht.
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Achten Sie bei handwerklich hergestelltem oder selbst aromatisiertem Gin darauf, einen gut passenden, lebensmittelechten Verschluss zu verwenden.
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Wenn nur noch wenig Gin in einer großen Flasche übrig ist und Sie ihn erst über längere Zeit trinken möchten, können Sie ihn in eine kleinere saubere Glasflasche umfüllen. Dadurch bleibt weniger Luft im Behälter.
Eine geöffnete Flasche Gin wird bei korrekter Lagerung nicht nach wenigen Monaten automatisch ungenießbar. Die Qualität und besonders feine Aromen können jedoch mit der Zeit nachlassen. Wie schnell das geschieht, hängt unter anderem vom Füllstand, dem Verschluss und den Lagerbedingungen ab.
Botanicals und Gewürze für Gin separat aufbewahren
Mit unserem Gin-Selbermachen-Set können Sie mit Gewürzen, getrockneten Zitrusfrüchten und Blüten Ihre eigenen Aromenkombinationen entdecken. Damit die einzelnen Zutaten ihr Aroma möglichst lange behalten, sollten auch sie richtig gelagert werden:
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Botanicals für Gin wie Kardamom, Beeren, Schalen oder Lavendel sollten luftdicht, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden.
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Lassen Sie die Zutaten nicht unbegrenzt im Gin ziehen. Eine zu lange Mazeration kann einzelne Aromen übermäßig dominant oder bitter werden lassen.
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Probieren Sie die Infusion während der Zubereitung regelmäßig und filtern Sie die Botanicals heraus, sobald die gewünschte Intensität erreicht ist. Je nach Zutat kann das bereits nach wenigen Stunden oder erst nach mehreren Tagen der Fall sein.
Unser Artikel darüber, wie Sie Gin mit Gewürzen und Kräutern aromatisieren, begleitet Sie Schritt für Schritt bei Ihrer eigenen Kreation.
Kann man Gin im Kühlschrank oder Gefrierschrank lagern?
Ja, Gin kann gekühlt werden. Ob Kühlschrank oder Gefrierschrank sinnvoll sind, hängt vor allem davon ab, wie Sie ihn servieren möchten:
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Gin im Kühlschrank: Eine gekühlte Flasche ist besonders praktisch, wenn Sie Ihren Gin gerne sehr kalt trinken oder für Cocktails verwenden. Für die langfristige Lagerung ist der Kühlschrank bei normalem Gin jedoch nicht zwingend erforderlich, solange die Flasche kühl, dunkel und gut verschlossen steht.
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Gin im Gefrierschrank: Viele Gins mit üblicher Trinkstärke frieren in einem Haushaltsgefrierschrank nicht vollständig ein. Sehr niedrige Temperaturen können jedoch die Wahrnehmung feiner Aromen dämpfen und bei manchen besonders ölreichen oder stark aromatisierten Produkten zu einer vorübergehenden Trübung führen.
Wenn Sie Gin besonders frisch genießen möchten, können Sie alternativ einfach die Gläser vorkühlen oder die Flasche vor dem Servieren für eine Weile kaltstellen.
Was tun, wenn Ihr Gin an Aroma verloren hat?
Wenn eine ältere Flasche geschmacklich etwas flacher geworden ist, muss sie nicht automatisch entsorgt werden, solange Geruch, Aussehen und Geschmack unauffällig sind. Einige Ideen für die Verwendung:
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Experimentieren Sie mit Gewürzen oder getrockneten Zitrusfrüchten, um ein neues Aromaprofil zu kreieren.
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Bereiten Sie mit unserem Entdeckungsset mit Gewürzen für individuellen Gin eine neue aromatisierte Variante zu.
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Verwenden Sie ihn in der Küche, beispielsweise für Marinaden, Saucen oder zum Ablöschen.
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Nutzen Sie ihn für Cocktails, in denen weitere Zutaten das Aromaprofil mitbestimmen, zum Beispiel Punch- oder Spritz-Variationen.
Wenn Sie noch tiefer in die Welt des Gins eintauchen möchten, lesen Sie unseren Ratgeber darüber, wie man Gin richtig verkostet.
Gut gelagerter Gin: länger Freude an seinen Aromen
Ob Sie bereits Spirituosenliebhaber sind oder die Welt des Gins gerade erst entdecken: Die richtige Lagerung hilft dabei, sein aromatisches Profil möglichst lange zu bewahren. Ein lichtgeschützter Standort, eine stabile Temperatur, ein gut schließender Verschluss und trocken gelagerte Botanicals sind bereits die wichtigsten Grundlagen, um Ihre Flaschen und selbst kreierten Infusionen optimal aufzubewahren.










